Webtexte: 2. Wie werden sie gelesen?

Web-Leser sind verzogene, vom Überangebot verwöhnte Wesen. Sie lesen oberflächlich, schnell, und sind stets auf dem Absprung zur nächsten Webseite. Die Konsequenz: sie sind bar jeglichen Einfühlungsvermögens für Ihr umfassendes Kommunikationsbedürfnis, für all das, was Sie zusätzlich zum Notwendigsten noch so gerne mitteilen wollen. Auch sind sie nicht bereit, die wesentliche Information aus verklausulierten Endlossätzen herauszuschälen, oder hinter seriös klingenden Floskeln zu erahnen.

Und darum werden Webseiten gnadenlos quergelesen, »gescannt«, auf der Suche nach appetitlichen kleinen Inhalts-Häppchen. Sind die Texte zu lang, werden die unteren Absätze in der Regel nicht mehr gelesen.